Berberteppich reinigen: Wollteppich richtig pflegen
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Kurz gesagt: Ein Berberteppich aus Wolle ist einfach zu pflegen. Saugen Sie einmal pro Woche ohne rotierende Bürste, behandeln Sie Flecken sofort durch Tupfen mit kaltem Wasser und milder Seife, drehen Sie den Teppich alle sechs Monate und lassen Sie ihn alle ein bis zwei Jahre von einem Fachbetrieb gründlich reinigen. Unbedingt vermeiden: Waschmaschine, heißes Wasser, Bleiche und Reiben.
Die regelmäßige Pflege
- Wöchentlich saugen, in Florrichtung, mit einer Düse ohne rotierende Bürste oder mit hochgestellter Bürste. Eine drehende Bürste reißt Fasern heraus und nutzt dicke Teppiche wie Mrirt-Teppiche ab.
- Kleine Teppiche ausschütteln oder von der Rückseite sanft ausklopfen, um festsitzenden Staub zu lösen.
- Den Teppich drehen: alle sechs Monate um 180 Grad, damit sich Abnutzung und Licht verteilen.
- Direkte Sonne meiden: Dauerhafte Sonne kann Farben mit der Zeit ausbleichen.
- Lüften: Wolle mag Luft. Ein- bis zweimal im Jahr einige Stunden im Schatten draußen, bei trockenem Wetter.
Flecken: schnell handeln, tupfen, nie reiben
Wolle enthält von Natur aus Lanolin, das Flüssigkeiten zunächst abperlen lässt. Wer schnell handelt, bekommt die meisten Flecken gut heraus.
- Aufnehmen: sofort mit einem weißen Tuch oder Küchenpapier abtupfen, nicht reiben.
- Befeuchten: mit kaltem Wasser, eventuell mit etwas neutraler Seife oder Wollwaschmittel.
- Tupfen: von außen zur Mitte des Flecks, damit er sich nicht ausbreitet.
- Ausspülen: mit klarem Wasser tupfen und möglichst viel Feuchtigkeit aufnehmen.
- Flach trocknen lassen: an der Luft, nicht an der Heizung.
Einige Sonderfälle:
- Rotwein, Kaffee, Tee: sofort aufnehmen, dann kaltes Wasser und milde Seife. Nie heißes Wasser verwenden – es fixiert die Farbe.
- Schlamm: vollständig trocknen lassen, dann sanft ausbürsten und saugen.
- Kerzenwachs: aushärten lassen, eventuell mit einem Eiswürfel im Beutel, dann vorsichtig ablösen.
- Alte oder große Flecken: lieber einen Fachbetrieb für Wollteppiche beauftragen, statt viele Mittel auszuprobieren.
Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, besonders bei farbigen Teppichen.
Wollteppich waschen: selbst oder vom Profi?
Ein Berberteppich gehört nie in die Waschmaschine: Heißes Wasser und Schleudern verfilzen die Wolle und verformen den Teppich. Für eine Grundreinigung ist ein Fachbetrieb für Woll- oder Orientteppiche die sicherste Wahl, je nach Nutzung alle ein bis zwei Jahre.
Einen kleinen Teppich können Sie von Hand waschen: kaltes Wasser, mildes Wollshampoo, sanft in Florrichtung bürsten, gründlich ausspülen, bis das Wasser klar ist. Entscheidend ist das Trocknen: flach, im Schatten, gut belüftet und vollständig – ein dicker Teppich, der innen feucht bleibt, kann muffig riechen.
Fusseln, Geruch, Fransen: häufige Fragen
- Der Teppich fusselt: In den ersten Wochen normal. Es sind kurze Fasern aus dem Knüpfen. Mit regelmäßigem Saugen lässt es deutlich nach.
- Wollgeruch: Ein neuer Naturwollteppich kann nach Wolle riechen. Lüften hilft, der Geruch verfliegt in einigen Tagen bis Wochen.
- Fransen: Nicht frontal über die Fransen saugen, sie wickeln sich in den Sauger. Mit den Fingern oder einem groben Kamm glätten. Bei einem handgeknüpften Teppich sind es die Kettfäden – nicht abschneiden.
- Abdrücke von Möbelfüßen: Die Wolle richtet sich mit der Zeit von selbst auf. Etwas Dampf aus Abstand und sanftes Aufbürsten mit den Fingern helfen.
Einen Berberteppich lagern
Reinigen Sie den Teppich vor dem Einlagern und lassen Sie ihn vollständig trocknen. Rollen Sie ihn (Flor nach innen), ohne ihn zu falten, und wickeln Sie ihn in atmungsaktiven Stoff statt in Plastik. Lagern Sie ihn trocken und schauen Sie ab und zu nach: Wolle zieht manchmal Motten an, die weder Licht noch Bewegung mögen.
Und weiße Teppiche?
Ein weißer Naturwollteppich ist weniger empfindlich als gedacht: Das Lanolin schützt die Faser, und Staub lässt sich leicht absaugen. Legen Sie ihn möglichst nicht in den meistbegangenen Bereich wie den Eingang, und ziehen Sie auf dem Teppich die Schuhe aus.
Der Mrirt-Teppich Polaire, cremeweiß und sehr dick, zeigt das gut: Im Alltag genügt sanftes Saugen.

Auch der einfarbig weiße Beni-Ourain-Teppich Mont Blanc lässt sich einfach und regelmäßig pflegen.

Was die Qualität der Wolle ausmacht, lesen Sie in unserem Ratgeber echten Berberteppich erkennen.
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Häufige Fragen
Kann man einen Berberteppich in der Waschmaschine waschen?
Nein. Heißes Wasser und Schleudern verfilzen die Wolle und verformen den Teppich. Für eine Grundreinigung ist ein Fachbetrieb für Wollteppiche die beste Wahl; kleine Teppiche lassen sich von Hand mit kaltem Wasser waschen.
Wie entferne ich Rotwein aus einem Wollteppich?
Sofort abtupfen, nicht reiben, dann mit kaltem Wasser und etwas milder Seife von außen nach innen behandeln. Ausspülen, Feuchtigkeit aufnehmen und flach trocknen lassen. Nie heißes Wasser verwenden.
Ist es normal, dass ein Berberteppich fusselt?
Ja, in den ersten Wochen. Es sind kurze Fasern aus dem Knüpfen. Bei regelmäßigem Saugen ohne rotierende Bürste lässt das Fusseln deutlich nach.
Wie oft sollte man einen Berberteppich reinigen?
Einmal pro Woche saugen, alle sechs Monate drehen und je nach Nutzung alle ein bis zwei Jahre von einem Fachbetrieb gründlich reinigen lassen.